Das Werkzeug passt oft nicht zur Urkunde
Ob CAT-Tool wie Trados oder memoQ, Online-Übersetzer wie DeepL oder OCR-Programm wie FineReader — jedes dieser Werkzeuge ist für etwas anderes gebaut: CAT-Tools für große, editierbare Fachtexte mit Translation Memory, Online-Übersetzer für schnellen Text, OCR-Programme für gedruckte Seiten. Die typische Urkunde einer vereidigten Übersetzerin ist nichts davon: ein Scan oder Handyfoto mit Tabelle, Stempel, Siegel und handschriftlichen Einträgen.
Der übliche Weg: eine Geburtsurkunde, sechs Arbeitsschritte
- Text aus dem Scan holen. CAT-Programme lesen Bild-Scans nicht selbst — die Hersteller empfehlen in ihrer Dokumentation, die Datei vorher mit einem separaten OCR-Programm umzuwandeln.
- OCR-Fehler bereinigen. Gängige OCR-Programme erkennen laut Hersteller nur gedruckten Text. Handschriftliche Einträge des Standesamts bleiben leer oder werden zu Zeichensalat — Sie tippen sie ab.
- Übersetzen. Der eigentliche Teil Ihrer Arbeit — oft der kürzeste.
- Layout nachbauen. Tabelle, Spalten, Position von Stempeln und Siegeln — von Hand, Zelle für Zelle. Bei Zeugnissen und Diplomanlagen dauert das oft länger als die Übersetzung selbst.
- Alles gegenlesen. Ein Werkzeug, das nicht sagt, wo es unsicher war, zwingt Sie, jedes Wort zu prüfen.
- Bestätigungsvermerk setzen. In dem Wortlaut, den Ihr Land vorschreibt — mit Ort, Datum und je nach Land Registernummer oder Angabe zur Vorlage.
Dazu kommt der Datenschutz: Die kostenlose Version des bekanntesten Online-Übersetzers darf laut Nutzungsbedingungen gar nicht für Inhalte mit personenbezogenen Daten verwendet werden — eine Urkunde besteht aus nichts anderem. Und hochgeladene Texte darf der Anbieter dort zum Training nutzen.
Derselbe Scan mit Lingverra
Sie laden den Scan oder das Foto hoch und erhalten eine präzise Übersetzung im Layout des Originals:
- Das Layout steht. Tabellen, Spalten, die Position von Stempeln und Siegeln — nachgebildet wie im Original. Sie bauen nichts nach.
- Handschrift ist gelesen. Einträge von Standesämtern, Schulen und Behörden werden erkannt und übersetzt.
- Namen sind transliteriert — nach der Norm Ihres Landes oder nach der Schreibweise im Pass, mit Fußnote.
- Unsichere Stellen sind markiert. Sie prüfen gezielt diese Stellen, statt alles Wort für Wort gegenzulesen.
- Der Bestätigungsvermerk ist schon da — im Wortlaut, den Ihr Land vorschreibt. Hinterlegt für über 20 Länder, von Deutschland und Österreich über Polen, Tschechien und die Slowakei bis Spanien, Frankreich, Italien und Rumänien — mit Ort, Datum, Registernummer und Angabe zur Vorlage („im Original“, „als Scan“), wo das Recht es verlangt. Sie können jeden Text ändern.
Ihnen bleibt, was nur Sie können: prüfen, Stempel setzen, unterschreiben.
Aus unserer Praxis
Eine Diplomanlage, rund drei Normseiten, als Scan. Markiert war am Ende genau eine Stelle: der Vatersname. Im Original ist der erste Buchstabe von Hand so geschrieben, dass er wie ein anderer aussieht. Diese Stelle muss man ohnehin mit dem Pass abgleichen — alles andere, einschließlich der Notentabelle, war richtig übersetzt. Nicht jede Urkunde ist so sauber, und eine schwer lesbare Handschrift bringt mehr Markierungen. Aber genau dafür sind sie da: Sie zeigen, wo Sie hinschauen müssen.
Der Vergleich auf einen Blick
| Arbeitsschritt | Der übliche Weg | Mit Lingverra |
|---|---|---|
| Text aus dem Scan | separates OCR-Programm | direkt aus Scan oder Foto |
| Handschrift | abtippen | wird gelesen und übersetzt |
| Layout | von Hand nachbauen | nachgebildet |
| Namen | selbst transliterieren | nach Norm, mit Fußnote |
| Prüfen | alles Wort für Wort | nur markierte Stellen |
| Bestätigungsvermerk | selbst formulieren | im Wortlaut Ihres Landes |
| Kosten | Abo oder Lizenz, dazu Einarbeitung | pro Normseite, ohne Abo |
Was Lingverra nicht tut
Lingverra beglaubigt nichts. Den Vermerk unterschreiben Sie, und Sie stehen dafür ein, dass die Übersetzung richtig und vollständig ist. Lingverra erstellt die präzise Übersetzung und markiert unsichere Stellen; Übersetzung und Verantwortung bleiben bei Ihnen — so, wie es das Gesetz verlangt.
Was es kostet
Ab 0,50 € pro Normseite, ohne Abo, Pakete ab 30 €. Lingverra für eine dreiseitige Diplomanlage (rund 5.000 Anschläge) kostet damit unter 2 €. Was Sie selbst dafür berechnen, ist ein Vielfaches: In Deutschland sieht schon die gesetzliche Vergütung nach § 11 JVEG 1,95 € für jeweils angefangene 55 Anschläge vor — für dieses Dokument knapp 180 €. Lingverra kostet also rund ein Hundertstel davon. Neue Konten bekommen 5 Seiten kostenlos.
Ihre Kundschaft bezahlt Sie für Fachwissen und Verantwortung, nicht fürs Abtippen von Tabellen. Lingverra übernimmt die Routine — und Ihre Zeit geht in das, wofür Sie bezahlt werden.
Ihre Daten
Verarbeitung im EWR, Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, Verschlüsselung AES-256-GCM, automatische Löschung von Quelle und Übersetzung nach 72 Stunden (oder jederzeit manuell). Ihre Dokumente werden nicht zum Training von Modellen verwendet.
Häufige Fragen
Ersetzt Lingverra Trados oder DeepL?
Nicht, wenn Sie große Fachtexte für Stammkunden mit Translation Memory übersetzen — dafür sind CAT-Tools gebaut. Für Urkunden als Scan, bei denen Layout, Handschrift und Vermerk den Aufwand ausmachen, ist Lingverra der kürzere Weg.
Kann ich den Bestätigungsvermerk anpassen?
Ja. Lingverra setzt den Wortlaut ein, den Ihr Land vorschreibt, Sie können ihn für jedes Land und für jedes einzelne Dokument ändern.
Welche Formate gehen?
Scans und Fotos als PDF, JPG, PNG oder WEBP.
Muss ich etwas installieren?
Nein. Lingverra läuft im Browser.
Wie teste ich es?
Registrieren, eigene Urkunde hochladen — die ersten 5 Seiten sind kostenlos.
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